Eingriffsfolgen-abschätzung Tempelhof

Im Jahr 2010 wurde die Flughafennutzung des Flughafens Tempelhof aufgegeben und die über 315 ha große Fläche des Tempelhofer Felds für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Hier haben sich wertvolle Wiesen- und Trockenrasenbiotope entwickelt, die wiederum Lebensraum seltener Vogel- und Schmetterlingsarten sind. Im Rahmen eines städtebaulichen Masterplans soll der Großteil der Fläche nach den Entwürfen des Büros gross.max zu einer Parklandschaft entwickelt werden, während die Randbereiche als neue Stadtquartiere bebaut werden sollen. Diese Umgestaltung wird sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf den Naturhaushalt mit sich bringen. Im Rahmen einer Eingriffs- und Artenschutzfolgenabschätzung zum Tempelhofer Feld wurden mit Hilfe des Auhagen-Verfahrens Verbesserungen und Verschlechterungen ermittelt und entsprechend erforderliche Ausgleichsmaßnahmen vorgeschlagen. Derzeit werden in diesem Zusammenhang verschiedene Flächen in den Randbereichen Berlins sowie im Berliner Umland auf ihre Eignung als Ausgleichslebensräume für die Feldlerche (Alauda arvensis) untersucht, die auf dem Tempelhofer Feld brütet.
In 2010 the use of Tempelhof as an airport was abandoned and the public was granted access to this huge open space of 315 ha (778 acre) located in a densely populated area. Parts of the former airfield not directly in use for air traffic had already developed into valuable meadows and dry grasslands, providing habitats for rare bird and butterfly species. The urban development master plan for Tempelhof envisages the better part of the area as a park landscape designed according to proposals of the practice of landscape architecture gross.max while the outer fringes form new neighbourhoods. This transformation will bring about many positive as well as some negative effects on the environment. Gruppe F analysed the current state in contrast to the planned future state of the former airport and identified both improvements and impacts, applying the Berlin standard procedure for large-scale impact assessments, the so-called Auhagen-method, and also proposed measures to mitigate and compensate the impact. In this context, gruppe F currently explores the countryside surrounding Berlin in search of adequate substitute habitats for some of the skylarks (Alauda arvensis) breeding at Tempelhof.

 

Projektdaten Eingriffs- und Artenschutzfolgenabschätzung zur Tempelhofer Freiheit

Ort/place: Berlin

Größe/size: 316 ha

Bearbeitungszeitraum/period: 2011-2012

Auftraggeber/client: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (vertreten durch Tempelhof Projekt GmbH)

Art des Verfahrens/type: Landschaftsplanung / landscape planning